Dialog mit dem Drachen - Wie uns strategische Empathie gegenüber China stärken kann
Er wird im November 2026 nachgeholt!
Dr. Marina Rudyak, Heidelberg
China kennt uns besser, als wir China kennen. Je mehr wir das Land als Rivalen sehen, desto weniger wollen wir uns mit ihm auseinandersetzen. Doch genau das ist ein strategischer Fehler, sagt die Heidelberger Sinologin Marina Rudyak. In ihrem Buch „Dialog mit dem Drachen“ plädiert die Sinologin Marina Rudyak sie für einen informierten, differenzierten und souveränen Umgang mit China. Strategische Empathie bedeutet dabei nicht Sympathie – sondern das Bemühen, Chinas Perspektiven und Denkweisen zu verstehen, um eigene Positionen klarer und wirksamer vertreten zu können. In ihrem Vortrag erläutert Marina Rudyak, warum ein tieferes Verständnis chinesischer Politik gerade in Zeiten globaler Spannungen unverzichtbar ist. Sie zeigt, wie Chinas politische Sprache funktioniert, welche Motive hinter seiner Außenpolitik stehen – etwa gegen-über Russland, Taiwan oder dem Globalen Süden – und was das für Europa bedeutet. Denn wer außenpolitisch auf Augenhöhe agieren will, muss die Logik des Gegenübers kennen.
Marina Rudyak ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg, in Russland geboren, hat viele Jahre in China gelebt und kann profunde Chinaerfahrung und Sprachkenntnis vorweisen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Chinas internationale Entwicklungszusammenarbeit, Chinas Beziehungen zu Russland und Zentralasien, sowie das internationale Diskurssystem der Kommunistischen Partei Chinas. Sie promovierte an der Universität Heidelberg zur Geschichte der chinesischen Entwicklungshilfe. Zwischenzeitlich war sie mehrere Jahre lang als wirtschaftspolitische Beraterin für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit in Peking tätig.
Neuere Veröffentlichungen zum Thema:Marina Rudyak: Dialog mit dem Drachen. Wie uns strategische Empathie gegenüber China stärken kann. 2025 Campus VerlagMarina Rudyak: Chinas internationale Entwicklungszusammenarbeit. Geschichte, Strukturen der Entwicklungsfinanzierung und Fallstudien aus Afrika. Mai 2024 (Friedrich-Ebert-Stiftung,-Berlin)
LINK:
https://www.zo.uni-heidelberg.de/sinologie/institute/staff/rudyak/