Chinesisch – eine leichte oder schwere Sprache?
Obwohl Englisch (oder "Globisch") inzwischen die neue "lingua franca" der globalen Kommunikation geworden ist, ist Chinesisch immer noch die Sprache, die von den meisten Menschen der Welt gesprochen wird. Sie gilt – vor allem wegen der Schriftzeichen – als geheimnisvoll und schwierig. Im Vortrag werden die strukturellen Eigenschaften der chinesischen Sprache deutlich gemacht, so z.B. die Besonderheit einer Tonsprache. Es wird auch gezeigt, dass Chinesisch – vor allem als gesprochene Sprache – aufgrund der einfachen Grammatik leicht zu erlernen ist. Die Schrift besitzt eine andere Dimension, von der jedoch – wegen der Kalligraphie (Schriftkunst) – auch ein besonderer ästhetischer Reiz ausgeht. Das Erfordernis des Lernens von vielen Schriftzeichen hat eine Tradition herausgebildet, die man als "Lernkultur" bezeichnen kann.
KARL-HEINZ POHL ist ein deutscher Sinologe und emeritierter Professor für Sinologie der Universität Trier. Seine Forschungsgebiete sind die chinesische Geistesgeschichte, Ethik und Ästhetik des modernen und vormodernen China, moderne und klassische chinesische Literatur sowie interkulturelle Kommunikation und Dialog zwischen China und dem Westen.
Der Eintritt ist frei - bitte aber anmelden unter: info@konfuzius-institut-trier.de