Chinas geopolitischer Code: Warum die Welt chinesischer wird

Dr. Nadine Godehardt, Berlin

Vor dem Hintergrund der globalen Veränderungen ist es umso wichtiger, die Prinzipien zu analysieren, die die chinesische Außenpolitik unter Xi Jinping prägen. Zentral dabei sind die Fragen, wie die chinesische Führung ihre Rolle in der internationalen Politik versteht und wie sie sich zur Welt orientiert. Dieser geopolitischer Code Chinas ist die Statik der chinesischen Außenpolitik und illustriert die chinesische Denkweise in Zeiten der "Zeitenwende".  Im Fokus dabei stehen chinesische Praktiken der Peripherisierung wie z.B. die Kontrolle von Verkehrsknotenpunkten, Liefer- und Produktionsketten, digitalen oder Energie-Ökosystemen oder den Aufbau von China+X-Kooperationen, welche die Abhängigkeit anderer von China auf allen Ebenen verstärken, gleichzeitig aber auch Chinas Abhängigkeit von einer liberalen, von den USA geführten internationalen Ordnung verringern (d. h. Chinas globale Autonomie erhöhen). Eine Analyse des geopolitischen Codes auf Grundlage der Peripherisierungspraktiken unter Xi Jinping offenbart, wie chinesische politische Eliten ihren globalen Politikgestaltungsansatz im Hinblick auf externe und interne Herausforderungen ständig anpassen und dadurch die nächste Weltordnung zunehmend chinesischer wird.

Termine
Di., 12.11.2024, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Details
Gebühr
5.00€
Ermäßigte Gebühr
0.00€
Schüler und Studenten mit Ausweis frei!
Sprache
Deutsch
Veranstaltungsort
vhs Trier, Palais Walderdorff Raum 5
Anmeldung